Magnetresonanz - Indikationen



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Inhaltsverzeichnis: Indikationen

Indikationen
  • Schädel
  • Hals
  • obere Extremität
  • untere Extremität
  • Thorax
  • Wirbelsäule
  • Retroperitoneum
  • Abdomen
  • Becken
  • Kontraindikationen
  • interaktive Abfrage von Untersuchungsrisiken
  • absolute Kontraindikationen
  • relative Kontraindikationen
  • Klaustrophobie
    Termine


    Untersuchungsindikationen allgemein

    Die Magnetresonanztomographie ist ein besonders verträgliches bildgebendes Verfahren, da weder Röntgenstrahlen noch radioaktive Substanzen eingesetzt werden. Die Methode der Magnetresonanztomographie arbeitet mit Magnetfeldern, die für den menschlichen Körper ungefährlich sind. Aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit der Magnetresonanztomographie können belastende, kostspieligere und invasive Untersuchungen wie z.B. Myelographien, Angiographien, Gallengangsdarstellungen und Arthroskopien in vielen Fällen durch die verträglichere Magnetresonanztomographie ersetzt werden. Aber auch bei der Magnetresonanztomographie gibt es Untersuchungsrisiken und Kontraindikationen, über die man sich informieren sollte.

    Die Magnetresonanztomographie ist aufgrund ihrer hohen Kontrastgebung hervorragend geeignet zum sensitiven Nachweis entzündlicher, degenerativer, traumatischer, tumoröser, gefässbedingter und anlagebedingter Erkrankungen sämtlicher Körperbereiche. Neben dem Nachweis morphologischer krankhafter Veränderungen sind auch funktionelle Fragestellungen mit der Magnetresonanztomographie zu beantworten (z.B.: Blutfluss, Liquorfluss, Perfusion, Diffusion, Organbewegung, Blut-Hirn-Schrankenstörung, Stoffwechsel).

    Mit keiner anderen Untersuchungsmethode kann die Untersuchungstechnik so vielfältig an die Fragestellung und Indikation angepasst werden. Mit der Präzision der Fragestellung wird dabei im Voraus die Qualität des Untersuchungsergebnisses mitbestimmt. In der Regel sind gezielte Fragestellungen am ehesten eine Indikation für die Magnetresonanztomographie. Ungezielte Fragestellungen hingegen sind häufig mit der Magnetresonanztomographie nur erschwert zu beantworten, z.B der bildgebende Ausschluss von Knochenmetastasen bei einer Patientin mit Mammakarzinom bleibt eher der nuklearmedizinischen Szintigraphie oder dem konventionellen Röntgen vorbehalten und ist keine bewährte Indikation für die Magnetresonanztomographie. Technisch bedingt ist in einem Untersuchungsgang das Messfeld auf maximal 50 cm begrenzt, so dass Ganzkörperuntersuchungen schlecht möglich sind. Aber bei der gezielten Abklärung einer umschriebenen Knochenläsion, auch bei Verdacht auf eine Knochenmetastase, kann eine MR-Untersuchung wesentliche Informationen auch zur Dignitätsbeurteilung liefern.

    Weniger geeignet ist die Magnetresonanzuntersuchung für den Nachweis von Gewebsverkalkungen. Verkalkungen sind mit Röntgenverfahren als solche besser identifizierbar.

    Aufgrund der methodischen Umstände mit erschwerter intensivmedizinischer Überwachung und relativ längeren Untersuchungszeiten bei der Magnetresonanztomographie ist in der Regel für schwerverletzte und bewusstlose Patienten die Computertomographie der Magnetresonanztomographie vorzuziehen.

    Im Rahmen methodischer Weiterentwicklungen der noch jungen Methode der Magnetresonanztomographie eröffnen sich fortwährend neue Indikationen für die magnetresonanztomographische Untersuchung.

    Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine telefonische Rücksprache mit dem untersuchenden Radiologen zur Indikationsfeststellung und Definition der Fragestellung.

    Einen Überblick über MR-Bildbefunde bei unterschiedlichen Indikationen könne Sie in der MRI-Library gewinnen.


    Untersuchungsindikationen nach Körperregionen

    Schädel
  • Hirnschädel

  • Fehlbildungen
    Entwicklungsstörungen
    Entzündungen
    Tumoren
    Verletzungen
    Gefäßdiagnostik
  • Gesichtsschädel

  • Entzündungen
    Tumoren
     
  • Nasennebenhöhlen

  • Entzündungen
    Tumoren
     
  • Kiefer

  • Implantatplanung
    Entzündungen
    Tumoren
    Fehlbildungen
    Zahnerkrankungen
     
  • Kiefergelenke

  • Artikulation
    Diskopathien
    Arthrose
    Bewegungsstörungen
    Dysplasien
     
  • Auge

  • Entzündungen
    Tumoren: Retinoblastom, Melanom
     
  • Orbita

  • Entzündungen
    Tumoren
    Gefäßmalformationen
    Hals
  • Halswirbelsäule

  • Degeneration
    Discopathie
    Verletzungsfolgen
    Entzündungen
    Tumoren
     
  • Halsweichteile

  • Entzündungen
    Plexusverletzungen
    Tumoren
    Lymphome
    Gefäßmalformationen
     
  • Halsgefäße

  • Stenosen
    Malformationen
    Dissectionen
    Aneurysma
     
  • Schilddrüse

  • Adenome
    Carcinome
    Volumetrie
     
  • Nebenschilddrüse

  • Nebenschilddrüsensuche
     
  • Kehlkopf

  • Entzündungen
    Tumoren
    obere Extremität
  • Schultergelenke und -muskulatur

  • Rotatorenmanschettenruptur
    Labrumverletzungen
    Hill-Sachs-Impression
    Bankart-Läsion
    Entzündungen
    Tumoren
     
  • Armplexus

  • Verletzungen
    Kompressionen
    Tumoren
     
  • Ellenbogengelenk

  • Frakturen
    Muskelruptur
    Sehnenverletzungen
    Sulcus ulnaris Syndrom
     
  • Handwurzelgelenke

  • Frakturausschluss
    Nekrosen
    Discus triangularis Verletzungen
     
  • Karpaltunnel

  • Stenose
    N. medianus Alterationen
    Tendovaginitis, Tendinitis
     
  • Fingergelenke

  • Verletzungen
    Arthrose
    frühzeichen der Primär chronischen Polyarthritis
     
  • periphere Gefäße

  • Stenosen
    Malformationen
    Haemangiome
     
  • Muskulatur

  • Muskeldegenerationen, -atrophien
    Muskelrupturen
    Myositis
     
  • Extremitätenskelett

  • Markrauminfiltrationen
    Knochentumoren
    Osteomyelitis
    untere Extremität
  • Hüftgelenke und -muskulatur

  • Dysplasie
    Arthrose
    Verletzungsfolgen
    Femurkopfnekrose
    Coxitis
     
  • Beinplexus

  • Kompression
     
  • Kniegelenk

  • Meniscopathie
    Chondropathie
    Bandruptur
    Erguss
    Entzündung
    knöchene Verletzungsfolgen
    Osteochondrose
    Luxationen
     
  • Sprunggelenke

  • Bandverletzungen
    Frakturen
    Syndesmosenverletzungen
    Osteochondrose
    Tendovaginitis
     
  • Tarsaltunnel

  • Stenosen
    neurovaskuläre Kompression
     
  • Zehengelenke

  • Arthrose
    Fehlstellungen
    Entzündungen
     
  • periphere Beingefäße

  • Stenosen
    Malformationen
    Haemangiome
     
  • Muskulatur

  • Muskeldegenerationen, -atrophien
    Muskelrupturen
    Myositis
     
  • Extremitätenskelett

  • Markrauminfiltrationen
    Knochentumoren
    Osteomyelitis
    Thorax
  • Mamma

  • Tumoren
    Lymphome
    Silikonimplantate
    Entzündungen
  • Herz

  • Volumetrie
    Dyskinesien
    Coronarien
    Tumoren
    Entzündungen
    Klappeninsuffizienzen
    Aneurysma
     
  • Thoraxwand

  • Tumoren
    Entzündungen
     
  • Pleura

  • Erguss
    Tumoren
    Entzündungen
     
  • zentrales Bronchialsystem

  • Tumoren
    Entzündungen
     
  • Brustwirbelsäule

  • Grenzstrang
    Intercostalnerven
    Wirbelsäule
  • Halswirbelsäule

  • Schleudertrauma
    Degeneration
    Spinalkanalstenose
    Discopathie
    Bandscheibenprolaps
    Tumoren
    Entzündungen
     
  • Brustwirbelsäule

  • Skoliosen, Kyphosen
    Bandscheibenprolaps
    Tumoren
    Entzündungen
     
  • Lendenwirbelsäule

  • Degeneration
    Spinalkanalstenose
    Discopathie
    Bandscheibenprolaps
    Tumoren
    Entzündungen
     
  • Sacralwirbelsäule

  • Fehlbildungen
    Tumoren
    Entzündungen
    Retroperitoneum
  • Nieren

  • Entzündungen
    Konkremente
    Fehlbildungen
    Nierenarterienstenosen
    Tumoren
    Nebennieren
    Adenome
     
  • Gefäße

  • Bauchaortenaneurysma
    Nierenarterienstenosen
    Abdomen
  • Leber

  • fokale Leberläsionen
    Volumetrie
  • Gallengangssystem

  • Konkremente
    Erweiterungen
    Stenosen
     
  • Pankreas

  • Entzündungen
    Tumoren
     
  • Milz

  • Volumetrie
    Infarkte
    Tumoren
     
  • Gefäße

  • Malformationen
    Stenosen
    Becken
  • Uterus

  • Tumoren
    Entzündungen
    Schwangerschaft
     
  • Ovarien

  • Tumoren
    Zysten
     
  • Hoden

  • Hodentumoren
    Entzündungen
    Epedidymitis
     
  • Prostata

  • Entzündungen
    Tumoren
    Adenome
     
  • Rektum

  • Carcinome
    Lymphknoten
    Fisteln
     
  • Harnblase

  • Tumoren
    Konkremente
     
  • Gefäße

  • Stenosen
    Thrombosen
    Malformationen

    Kontraindikationen:

    Bei den absoluten Kontraindikationen werden magnetresonanztomographische Untersuchungen aufgrund zu hoher Risiken für die Gesundheit des Patienten generell nicht durchgeführt.

    Absolute Kontraindikationen sind für die MRT:

  • Herzschrittmacherimplantate
  • Insulinpumpen
  • Neurostimulatoren

  • Bei den relativen Kontraindikationen werden magnetresonanztomographische Untersuchungen aufgrund erhöhter Risiken für die Gesundheit des Patienten nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzens gegenüber den Risiken und in Abstimmung mit dem Patienten durchgeführt. Bitte beachten Sie, dass eine verantwortungsvolle individuelle Risikoabschätzung nur aufgrund ausführlicher Vorinformationen über den Patienten erfolgen kann. Ohne ausreichende Vorinformationen führen auch relative Kontraindikationen zum Ausschluss von der MRT-Untersuchung.

    Relative Kontraindikationen sind für die MRT:

  • Implantate aus Metall
  • ferromagnetische Gelenkprothesen
  • Gefäßclips
  • Ports
  • Anaurysmaclips
  • Granatsplitter
  • Metallsplitter
  • künstliche Herzklappen
  • Klaustrophobie

  • Wenn Sie sich über ein spezielles Untersuchungsrisiko informieren wollen, können Sie über ein Eingabeformular mit programmierter Auswertung von Untersuchungsrisiken Informationen abfragen.


    Klaustrophobie:

    Patienten mit Klaustrophobie können häufig, aber nicht immer die Untersuchung trotz der Enge im Magneten ertragen. Patienten mit Platzangst brauchen sich ihrer Angst nicht schämen, denn die Platzangst ist so verbreitet, dass in einer Praxis mit Magnetresonanztomographie täglich mit Platzängsten umgegangen werden muss. Das Praxispersonal ist erfahren im Umgang mit klaustrophobischen Patienten. Unter Anderem kann mit intravenös applizierten Beruhigungsmitteln  bei Patienten mit Platzangst geholfen werden. Aufgrund der möglichen Anwendung der Beruhigungsmittel sollten Patienten mit Platzangst mehrere Stunden Zeit mitbringen und in Begleitung zur Untersuchung erscheinen. Beruhigungsmittel beeinträchtigen das Reaktionsvermögen und die Verkehrstauglichkeit !

    Termine:

    Die Terminvereinbarung erfolgt am besten telefonisch oder über das elektronische Anmeldeformular:

    Telefon für die Anmeldung: (030) 450 578870
     



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