Magnetresonanzuntersuchung



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Inhaltsverzeichnis: Untersuchung

Aufklärung
Warnschilder
Vorbereitung
Untersuchungsraum
Lagerung
Patientenüberwachung
Bilddatenaufzeichnung
Untersuchungsdauer
Untersuchungsende
Befund


Aufklärung

Jeder Untersuchung geht eine Aufklärung über den Nutzen und die Risiken der Untersuchung voraus.
 

Warnschilder

Im Umfeld des Magnetresonanztomographen warnen Hinweisschilder Patienten mit Herzschrittmachern und metallischen Implantaten, sich nicht weiter dem Magneten anzunähern. Bei Herzschrittmacherträgern könnten sich lebensgefährliche Funktionsstörungen und Komplikationen ergeben.
 

Vorbereitung

Zur Untersuchung muss der Patient alle metallhaltigen Gegenstände in der Umkleidekabine ablegen. Dazu gehören metallene Knöpfe, Gürtel, Schmuck, Geld, herausnehmbarer Zahnersatz usw. Nichtmetallische Kleidung stört nicht. Das Hauptgefährdungspotential bei einer Magnetresonanzuntersuchung besteht darin, dass Eisenteile (z.B. Schlüssel) vom Magneten angezogen werden und so beschleunigt werden könnten, dass sie mechanische Verletzungen herbeiführen. Daher darf der Untersuchungsraum nie ohne Begleitung des fachkundigen Personals betreten werden. Die möglichen Gefährdungen durch die Anziehungskraft des starken Magnetfeldes werden häufig unterschätzt, weil z.B. nicht bekannt ist, dass der Magnet immer eingeschaltet ist auch wenn gerade keine Untersuchung durchgeführt wird.
 

Untersuchungsraum

Der Untersuchungsraum wird durch eine geöffnete Metalltür betreten. Diese Metalltür und Folien bzw. Gitter in den Wänden und Fenstern sorgen für eine elektromagnetische Abschirmung des Untersuchungsraumes, um Störungen der empfindlichen und in der Amplitude kleinen Magnetresonanzsignale zu unterdrücken. Die Magnetresonanzsignale entsprechen Radiowellen im Ultrakurzwellenbereich und sind für den menschlichen Körper ungefährlich. Ionisierende Strahlung wird bei der Magnetresonanztomographie nicht eingesetzt. Es resultiert keine Strahlenbelastung.
 

Lagerung

Der Patient legt sich unter Aufsicht des Arztes und der Assistentin auf die Untersuchungsliege und wird mit Lagerungshilfen gepolstert. Eine bequeme Lagerung ist eine Grundvoraussetzung für ein verwacklungsfreies Untersuchungsergebnis. Da mit den modernen Magnetresonanztomographen millimetergenaue Aufnahmen erstellt werden, könnten auch geringste Patientenbewegungen eine Wiederholung der Aufnahmesequenz erforderlich machen. An der gewünschten Untersuchungsregion wird dann eine Empfangsspule, die mit einer Radioantenne vergleichbar ist, positioniert. Die Empfangsspule kann z.B. bei Kopfuntersuchungen wie ein Helm konstruiert sein, bei Wirbelsäulenuntersuchungen in der Untersuchungsliege integriert sein und bei Gelenkuntersuchungen wie ein Verband um das Gelenk gewickelt werden. Anschließend wird die Untersuchungsregion zentriert und der Patient in den Magneten hineingefahren. In der Regel verbleibt der Patient während der Untersuchung in einer festen Position. Moderne Untersuchungsverfahren können mit einer Bewegung des Untersuchungstisches verbunden sein.
 

Patientenüberwachung

Während der Untersuchung wird der Patient ständig durch ein Sichtfenster und über eine am Magnetresonanztomographen installierte Kamera überwacht. Ausserdem besteht über eine Gegensprechanlage akustischer Kontakt zum Patienten. Der Patient erhält zusätzlich einen Klingelknopf in die Hand, mit dem er ein Signal auslösen kann. Das Signal sollte allerdings nur in Notfällen gebraucht werden, da sich der Untersuchungsablauf bei Unterbrechung der Sequenzen deutlich verlängern würde. Unter Umständen muss nach einer Unterbrechung ein Untersuchungsneubeginn erfolgen. In besonderen Situationen kann während der Untersuchung auch das EKG, der Blutdruck, der Blutpuls und die Atmung kontrolliert werden.
 

Bilddatenaufzeichnung

Den Beginn der eigentlichen Bilddatenaufzeichnung kann man hören. Zur Ortskodierung der Magnetresonanzsignale werden magnetische Gradientenfelder verwendet, die mit Hilfe von Elektromagneten erzeugt werden. In den Spulen der Elektromagneten treten Kräfte auf, die ähnlich wie in einem Lautsprecher Klopf- oder Brummgeräusche verursachen. Während der Klopf- und Brummgeräusche sollte der Patient möglichst bewegungslos ruhen. Wenn Stille herrscht, werden keine Bilddaten gemessen und der Patient kann etwas entspannen bzw. geringfügige Bewegungen ausführen.
 

Untersuchungsdauer

Die Untersuchung unterteilt sich in mehrere Aufnahmesequenzen. Jede Sequenz dauert wenige Minuten. Zwischen den Sequenzen liegen kurze Pausen, in denen gerechnet, vermessen und die nächste Aufnahmesequenz geplant und eingestellt wird. Einzustellen sind die Schichtposition, die Schichtdicke, die Schichtorientierung, die Bildausschnittsgrösse und verschiedene Zeitkonstanten zur Vorausbestimmung der Bildkontraste. Durch verschiedene Kontrastvariationen kann berührungsfrei die Gewebequalität analysiert werden. Die Einstellparameter beeinflussen das entstehende Untersuchungsgeräusch, so dass die verschiedenen Sequenzen sich unterschiedlich anhören. In der Regel ist die Untersuchung mit circa vier Sequenzintervallen in einem Zeitrahmen von ungefähr 30 Minuten beendet. Der Untersuchungsablauf wird dabei ständig überwacht und der Situation individuell angepasst. Daher kann es vorkommen, dass die Untersuchungsdauer von der Situation abhängig variiert und nicht exakt vorausgesagt werden kann. Dies kann auch mal der Grund für kurze Wartezeiten vor der Untersuchung sein.
 

Untersuchungsende

Zum Abschluss der Untersuchung wird der Patient aus dem Magneten herausgefahren. Der Patient kann den Magnetraum verlassen und in der Umkleidekabine abgelegte Kleidungsstücke wieder anziehen. Anschliessend nimmt der Patient nochmals im Warteraum platz, um auf die Dokumentation und Auswertung des Untersuchungsergebnisses zu warten.



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